Nichts zu Holen an der Mosel

Foto: Bert Harzer/HarzerPressefotos

Nichts zu Holen an der Mosel

Nur ein Sieg gegen die überaus starken Doneck Dolphin aus Trier hätte die noch kleine Chance der Rollers auf einen Play-Off-Platz am Leben erhalten. Das dies keine leichte Aufgabe werden würde, war, mit Blick auf die aktuelle Tabelle und die jüngsten Ligaergebnissen, dem Team um Topscorer Jan Gans von vorn herein klar.
Ebenso klar war die angestrebte Taktik gegen Trier: Spielmacher und Topscorer Dirk Passiwan unter Kontrolle halten, ohne dabei das starke Kollektiv außer Acht zu lassen. Eine bewegliche und aggressive Verteidigung gegen Passiwan sollte entsprechend der Schlüssel zu diesem Spiel sein, so zumindest die Theorie. Aber wie so oft im Sport kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Die ersten Minuten begannen für die Zwickauer Rollers vielversprechend, doch schnell fand Trier ins Spiel und konnte immer wieder, über den an diesem Tag überragend spielenden Dirk Passiwan, punkten. »Wir haben es leider nicht geschafft, die Verteidigungsstrategie, wie wir sie spielen wollten, zu 100 Prozent umzusetzen und so Passiwan die Gelegenheit gegeben, sein Spiel aufzuziehen.« Somit verbuchten die Doneck Dolphins bereits nach dem ersten Viertel mit 24:16 einen 8 Punkte Vorsprung. Auch im zweiten Viertel drückten die Trierer auf das Tempo, zwar verteidigten die Zwickauer Gäste besser, doch eine hochprozentige Punkteausbeute der Rheinland-Pfälzer erlaubte es ihnen, die Führung auf komfortable 43:29 Zähler zur Halbpause auszubauen. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Die Schumannstädter kamen zwar ihrerseits besser in das Spiel, versuchten, über verschiedene Line up's, immer wieder neue Akzente zu setzen und konnten über einige schöne Spielzüge Körbe erzielen. Trier jedoch hatte an diesem Abend immer die passende Antwort parat und traf in wichtigen Situationen aus allen Lagen und erstickte somit jeden Ansatz eines Laufes auf Seiten der Muldestädter. Nach dreißig gespielten Minuten ließ ein 17 Punkte Vorsprung (63:46) eine Vorentscheidung schon erahnen. Doch da Aufgeben für die Westsachsen noch nie eine Option war, entwickelte sich ein Offensivspektakel beider Mannschaften, welches die Zuschauer voll auf ihre Kosten kommen ließ. Jedoch hatte auch in dieser Phase Trier die Nase vorn und konnte das letzte Viertel mit 24:23 Punkten zum Endstand von 87:69 für sich entscheiden. Hängende Köpfe auf der einen und frenetischer Jubel auf der anderen Seite waren die Folge. »Was soll man dazu schon sagen«, konstatierte Coach Marco Förster nach dem Schlußpfiff. »Zu allererst Gratulation an Trier, welche einfach das bessere Team waren. Wir haben es leider nicht geschafft, unseren Gameplan vollends umzusetzen und selbst wenn wir es in diesem Spiel geschafft hatten, haben wir gegen eine Mannschaft gespielt, die einen absoluten Sahnetag erwischt hatte«, so der Trainer weiter. »Trotzdem hat die Mannschaft toll gefightet und alles gegeben - das Team wird sich noch mit Siegen selbst belohnen, wenn wir weiter so spielen, da bin ich mir sicher.« Gleich zwei weitere Gelegenheiten bieten sich dem Zwickauer Team am zweiten Februarwochenende. So begrüßen die BSCler Ligakrösus Lahn-Dill am Samstag in der Sporthalle Mosel und am Sonntag gehen die Rollers gegen die Mannschaft aus Hannover auf Punktejagd.

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